Fernsehserie Utopia – thematisiert die zentrale Frage

Ich schaue ja kaum noch TV, Filme und Serien – aber Utopia scheint ein ziemlich krasser Knaller zu sein. Hier einmal die Eröffnungsszene der 6ten Episode der zweiten Staffel:

Utopia – Season 2, Episode 6 – Opening scene

Dieses Video ansehen auf YouTube.
Hinweis: Durch aktivieren der Wiedergabe (Play-Button) werden Daten von Youtube nachgeladen. Bitte beachten Sie dazu unsere Datenschutzerklärung

Es ist interessant in welcher dramaturgischen Weise uns hier in den westlichen (Wohlstands-)Gesellschaften der Spiegel vorgehalten wird. Interessant deswegen, weil das Thema Populationswachstum – was auch schon Paul R. Ehrlich in 1968 bewegte – sonst eher sehr verhalten in den Medien diskutiert wird.

In der Diskussion wird schnell auf China oder Indien gezeigt – dabei wird aber oft verdrängt z.B. Kind hier ein Deutschland den gleichen Ressourcen-Fußabdruck wie ca. 10 Kinder in Indien hat. Im Vergleich zu einigen Staaten in Afrika ist die Differenz aber noch viel größer.

Tabuthema?

Das Thema ist fast ein Tabu-Thema und es ist für viele nicht einfach – aber es ist zentral für den Energie und Ressourcenverbrauch und damit für die Zerstörung (nicht nur) unserer Lebensgrundlage. Denn würden wir deutlich weniger Menschen auf der Welt haben – dann wären die Probleme im Bezug z.B. zu den Regenerationskapazitäten der Ökosphäre deutlich weniger Problematisch.

Versteht mich nicht falsch: Ich kenne viele Menschen die Kinder haben – und diese würden Ihre Entscheidung niemals rückgängig machen, auch wenn es manchmal nicht immer einfach ist. Das kann ich gut verstehen und ich akzeptiere diese Entscheidungen und freue mich auch für diese Menschen & Kinder!

Was ich aber nicht mag ist, das Menschen die Sich bewusst (insb. mit Blick auf die LtG) gegen Nachwuchs entschieden haben als Egoisten tituliert – oder mit der Frage: “Wer zahlt den einmal eure Rente?” verbal angegriffen werden. Denn, so hoffe ich, setzt keiner Kinder in die Welt – nur damit diese später einmal für die eigene Rente arbeiten. Meine Ansicht dazu ist: Mit der heutigen Produktivität ist es gar kein Problem auch mit weniger einer Erwerbstätigkeit nachgehenden Menschen die Rentner mit zu versorgen.

Denn die “Wert zahlt den einmal eure Rente” Sichtweise blendet eine sehr wichtige Frage komplett aus: “Wo landen denn all die Produktivitätsgewinne?”. Und diese Frage wird in der Gesellschaftlich- Politischen Diskussion aktuell kaum gestellt…

Wer fängt (freiwillig) an?

Irgendwer muss (freiwillig) anfangen voran zu gehen und seine (materiellen) Ansprüche, auch in Bezug auf die Anzahl des Nachwuchs, zu reduzieren. Denn den Lebensraum den wir Menschen (und unsere domestizierten Tiere) auf diesem Planeten einnehmen – den nehmen wir unweigerlich allen anderen Spezies weg. Die Alternative wäre irgendwann eine unfreiwillige Einschränkung – entweder wie in China per Gesetz – oder durch eine große Krise. Aber muss es erst zu einer großen Krise kommen? Sollten wir als globale Gesellschaft nicht mehr Weitsicht, gerade im Sinne der Kinder, haben?

So wäre es schön, wenn die, die bewusst mit Blick auf die LtG auf das Kinderglück verzichten von der Gesellschaft im ersten Schritt zumindest keine Ablehnung – sondern zumindest etwas wie ‘anerkennendes Verständnis‘ erfahren. Wer es besser ausdrücken kann -> Kommentare sind immer willkommen!

Dieser Beitrag wurde unter Populationswachstum abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.