Hybris: Aktuelle CO2-Berichterstattung, ‘Grenzwerte’ & die Klima-Realität in der Arktis….

CO2 & Klimawandel in der Arktis...

CO2 & Klimawandel in der Arktis… Quelle: Pixabay

Was mir aktuell seit ein paar Tagen auffällt, ist, das es in den Medien aktuell sehr viele Artikel zu CO2, 1,5 Grad Grenzwerten, etc. pp. gibt. Insbesondere stehen hier (von mir ‘subjektiv’  wahrgenommen) Grenzwerte und Verschärfungen für den Automobilsektor im Fokus – also ob das dass alleinige Problem sei. Die wirklichen Probleme hingegen – u.a. in der Arktis – werden ausgeklammert und ignoriert… weiter unten im Text mehr dazu.

Zum Anfang etwas zum politischen E-Mobilitätsunsinn…

Welche Hybris diese ganze Diskussion hat, erkennt man daran, das z.B. Elektroautos als Klimaneutral gelten und mit einem CO2-Ausstoß von 0 (Null!) g/CO2 pro Km angesetzt werden. Die unsinnigen Dienstwagen genießen dabei dann noch zusätzliche Privilegien – zu denen, die sie sowieso schon haben.

Als ob der Strom einfach so aus der Steckdose kommt – genauso wie die Milch ‘natürlich’ nur aus dem Supermarkt kommt (und nicht von der Kuh). Das E-Auto entsteht zudem (ohne weitere Energie- und Ressourcenaufwände) einfach aus dem nichts – und das Lithium und das Cobalt für die Batterien bringt das Sandmänchen (und nicht die Kinderarbeiter aus dem Kongo). Klar, alle Hersteller beziehen Ihr Kobalt & Co. natürlich aus krisenfreien Gebieten – genauso, wie gefühlt fast jeder in Deutschland nur noch Ökostrom kauft… auf dem Papier. Letztendlich kommt der Strom jedoch aus Kohle & Gasverbrennung. Strom aus Wind oder PV ist dann auch nur für die Öko-Phantasten umweltfreundlicher – wie schon oft in diesem Blog ausgeführt und belegt. Die Neu-Investitionen in DE sind dramatisch im Keller – und nur aufgrund der massiven Förderungen geschehen.

EU 35% CO2

CO2-Reduktion in der EU? Quelle: Pixabay

Nun beschließt die EU, das bis 2030 die CO2-Emissionen von Kfz um 35% sinken sollen. Ja, bekommen wir demnächst kleinere Autos (anstatt SUV’s), welche dann sogar weniger PS haben – und nicht immer mehr? Für mich als Dip. Ing. wäre das die physikalisch gesehen einzige Lösung um diese Forderung umzusetzen. Nein, denn diese Regulierung ist hintergründig nur eine Pflicht zur ‘zwangsverordneten’ E-Mobilität, denn wie der MDR schreibt bedeutet dies:

“Strengere Grenzwerte bedeuten, dass Hersteller neben Diesel und Benzinern möglichst viele Elektrofahrzeuge verkaufen müssen, um den niedrigeren Emissions-Durchschnitt zu erreichen.

Da die E-Fahrzeuge weiterhin mit 0 g/CO2 pro Km angesetzt sind, müssen die Hersteller irgendwie die E-Fahrzeuge an den Mann oder die Frau bringen – irgendwie. Das ganze Projekt private E-Mobilität ist ein politisches – und hat nichts mit Umweltschutz & Co. zu tun – denn E-Mobilität ist nicht klimaneutral. Und E-Mobilität mit 400 PS SUV E-Fahrzeugen als Dienstwagen schon mal gar nicht.

Die E-Mobilität ist sogar ein doppeltes Gesundheitsrisiko!

EMF - mach nicht nur Krebs, sondern auch Depressionen & Co.

EMF – mach nicht nur Krebs, sondern auch Depressionen & Co. Quelle: Pixabay

Wer sich mehr mit der E-Mobilität beschäftigt, der will gleich gar nichts mehr von Ihr wissen. Nicht nur, das a) die Abgase durch die (Kohle-)Kraftwerke nur irgendwo anders landen und b) den Druck auf Städte und Kommunen reduzieren wirklich etwas gegen den vielen (oft unsinnigen) Verkehr zu tun – nein.

Durch die hohen Ströme von Batterie zum Motor, die Leistungsregelung und den E-Motor als solches – entstehen durchaus starke magnetische Felder. Diese mögen zwar Herzschrittmachern nichts anhaben – jedoch dem Menschen. Die gleiche Studie hat im Tesla Model S, VW Up, BMW i3 und im Nissan Leaf beim Felder von 2000-3600 nT im Innenraum (Fahrer, wohl Torso) gemessen. Allerdings scheint mir das auch nur die halbe Wahrheit zu sein, denn andere Studien haben im Bereich der Fußräume bis zu 10.000 nT festgestellt – alleine durch die magnetisierten Geflechte der Reifen. Die müssen natürlich nicht magnetisiert sein – sind Sie aber irgendwie.

Für die WHO sind magnetische Felder ein Karzinogen. Zellspezifische Wirkungen treten wohl spätestens ab 50 nT auf. Der WHO-Vorsorgegrenzwert liegt bei 400 nT und das ganze ist schon von der Problematik bei Zügen & Co. bekannt. Die Belastungen in den E-Fahrzeugen scheinen jedoch je nach Sitzposition und Körperteil ähnlich hoch wie die in den Zügen welche ich vermessen habe. Anscheinend telefonieren die Politiker & Co. schon zu viel Mobil oder fahren schon in E-Fahrzeugen – anders kann ich mir die anscheinend (nur) politisch gewollte E-Mobilität nicht mehr erklären.

Und was fällt den Automanagern dazu ein?

Was sagt z.B. VW Konzernchef Diess zu diesem ganzen politischen Irrsinn? Nein, er weist nicht auf den (blanken & physikalischen) Unsinn der 0 g CO2 für E-Fahrzeuge & Co. hin, sondern droht indirekt wohl mit einem Arbeitsplatzverlust. Spiegel.de schreibt:

“Innerhalb der nächsten zehn Jahre müssten ihm zufolge etwa 100.000 Jobs allein bei VW wegfallen, sollten die EU-Umweltminister nicht von ihrem vorhaben abrücken, den Grenzwert für den Ausstoß des klimaschädlichen Kohlendioxids bei Autos um 35 Prozent zu senken.”

Schade – denn hier wurden für mich viele Chancen vertan. Herr Diess hätte aus meiner Sicht die Möglichkeit gehabt den politischen Irrsinn zu thematisieren und ggf. eine gesellschaftliche Diskussion zu starten. Schließlich bietet die Automobilindustrie nur Produkte an – welche dann andere Menschen kaufen. Das die Kunden dann lieber SUV’s haben möchten – und keine Kleinstwagen, ist dann ja nicht per see die Schuld von VW & Co. – sondern auch eine gesellschaftliche Diskussion die ‘wir’ angehen könnten. So würde ich z.B. das Gewicht von privaten Pkw. auf 1 Tonne begrenzen – für mich genug um 80-240Kg ‘Lebendgewicht’ zu transportieren. Geht nicht? Mit meinem VW Golf 1 & 2 ging das Superklasse! (Anm.: Herr Dies hat dies wohl in der SZ artikuliert).

Das ganze thematisiert dann nicht einmal, das CO2, Feinstaub (und viel anderes Klimaschädliches Handeln) in anderen Bereich anfälltAber in Deutschland haben wir ja nicht einmal ein Tempolimit auf den Autobahnen – was diskutieren wir da eigentlich über den CO2-Ausstoß von Fahrzeugen? Insofern lenken alle diese Scheinthemen für mich von den wirklichen Problemen und anstehenden Veränderungen ab…

Wozu das ganze?

Das habe ich mich ja schon in meinem Beitrag zur Doppelzüngigkeit der E-Mobilität und dem festhalten an der 1 Millionenmarke der Bundesregierung gefragt.

Entweder ist es das irrationale ‘irgendwas tun wollen’ einiger verrückter Öko-Diktatoren, welche jedoch selber die Privilegien von eigenem Haus, Dienstwagen, Flugreisen & Wohlstand, etc. pp. genießen – und nun (unbewusst) Ihr schlechtes Gefühl kompensieren wollen. Oder ist ist der pure ideologische Wahn einiger Menschen, der uns auch schon die massiven Subventionen von PV- und Offshore-Windkraft beschert haben. Rational oder Logisch ist das alles nämlich (für mich) nicht zu erklären – außer das man noch mehr Wachstum und noch mehr Verschmutzung (durch noch mehr Verbrauch an Ressourcen) und einen noch früheren Kollaps herbeiwünscht.

Denn gerade in Deutschland, wo weder Atomkraft oder Kohle gewünscht sind und man Gas aus ‘dem bösen’ Russland eigentlich auch nicht mag – sich also mittelfristig aus der Stromproduktion verabschiedet – macht E-Mobilität nicht viel Sinn. Natürlich kann es sein, das ich als Dipl. Ing. mit viel Hintergrund in E-Technik und einigem in Physik irgendetwas nicht kapiere – das sind dann aber eher die irrationalen Prozesse und ‘Hirnfürze’ der Politik & ideologisch verwirrter Menschen.

Wer nachhaltige Mobilität wirklich will – der benutze seine Füße. Optional kommt eventuell noch ein Fahrrad in Frage – aber selbst das bedingt schon großer Ressourcenaufwände für die Herstellung!

Klima & Situation in der Arktis

Paul Beckwith's "Climate Science Basics"

Paul Beckwith’s “Climate Science Basics”

All die Fragen, welche ich in den letzten Absätzen aufgeworfen habe – erscheinen mir im Hinblick auf die wirkliche Situation bei Klima und Co. inzwischen fast irrelevant.

In einer neuen Folge von Nature Bats Last (NBL, 10.4.2018) wird Klimaforscher Paul Beckwith zur Situation in der Arktis interviewt. Thematisiert wird u.a., das die Referenz für die Klimaerwärmung gar nicht definiert ist. Es wird also heiter um 1,5 oder Grad Klimaerwärmung diskutiert – aber nicht genau seit wann bzw. in welchem Bezug. Setzten wir 1750 an – also vor der Nutzung der fossilen Brennstoffe – dann sind die 1,5 Grad sowieso schon lange gerissen. Nun soll wohl das Jahr 1850 bis 1900 1880 als neue Referenz dienen, damit das mit den Klimazielen nicht ganz so böse aussieht. Arctic-News dazu:

“While the Paris Agreement is clear that pre-industrial is to be used as baseline, the IPCC has instead chosen to use 1850-1900, a period when the Industrial Revolution had long started. This compromises the entire Paris Agreement and thus the integrity of us all. Temperatures may well have been 0.3ºC higher in 1900 than in 1750….”

… und das ist nur einer der vielen Punkte des ‘Beschisses’ im neuen IPCC Report. Im Verlinkten Artikel sind noch mehr – inkl. ein Interview mit Dr. Peter Wadhams.

Andere Punkte im NBL-Podcast sind die fortschreitende Erwärmung der Arktis, das Abschmelzen von Eisregionen in Grönland – welche bisher noch nicht betroffen waren, neuste Jet-Stream-, Orkan- und Temperaturanomalien, Informationen zu Methanemissionen, etc. pp. Nature Bats Last Podcaster Kevin Hester hört man seine schiere Verzweifelung klar an, wie auch schon bei der vorletzten Episode (vom 6.7.2018, welche ich ebenfalls empfehlen kann).

Organisationen wie der IPCC beurteilen dann alle 5-7 Jahre die Klima-Situation auf Basis von wissenschaftlichen Veröffentlichungen, welche auf Daten basieren die selber schon wieder bis zu 5 Jahren alt sind. Da sich dann (abrupte und nicht-periodische) Methanemissionen schlecht modellieren lassen, gehen auch dieser in der Betrachtung des IPCCs eher unter. Das die ganze Veranstaltung dann am Ende sowieso eine politisch ‘gedeckelte’ ist – hatte ich ja schon in meinem Buchprojekt erwähnt. Nur keine ‘zu Bad News’ …

… von unveröffentlichten Stimmen …

das Wissenschaftler, welche konkret auf die Dramatik der Probleme hinweise wollen Probleme bekommen Ihre Dinge zu veröffentlichen ist auch keine unbekannte. Im Nature Bats Last Podcast vom 4.9.2018 wurde da mal wieder auf eine Veröffentlichung (‘Deep Adaptation: A Map for Navigating Climate Tragedy’) hingewiesen . Interessant ist das Statement vom Autor Jem Bendell, welcher das Paper nun frei veröffentlicht hatte, weil Fachmagazine dies wohl nicht tun wollten. Warum? Wegen den ‘gesellschaftlichen Implikationen’ dieser Informationen bzw. der Darstellung des Autors. So zumindest der Kommentar eines der Reviewer.

Wie jedoch soll eine gesellschaftliche Diskussion starten, wenn die Dringlichkeit der Klimafrage (und anderer Fragen) nicht mit ganz harten Worten klipp & klar gemacht wird?

Bendell kommt in seinem Paper jedenfalls zu einem Schluss der auch mir nicht fern liegt. Wer meinen Artikel zum Kollaps & Abbruchkanten gelesen hat, der findet ggf. Risiken und Zeiträume in folgendem Satz aus der Veröffentlichung wieder:

“Recent research suggests that human societies will experience disruptions to their basic functioning within less than ten years due to climate stress. Such disruptions include increased levels of malnutrition, starvation, disease, civil conflict and war – and will not avoid affluent nations.”

Und das Klima ist ja nicht die einzige Baustelle die da ansteht – es ist jedoch eine, welche die Politiker und Notenbankchefs nicht ‘wegdrucken’ bzw. ‘weglabern’ können. Wenn die Klima-Problematik wirklich fahrt aufnimmt, dann wird es sehr schnell sehr ernst. Wann könnte das sein? Für mich spätestens wenn ab Anfang der 2020’er die Arktis eisfrei sein dürfte – etwas was viele Arktis- und Klimaforscher für realistisch halten.

Was erwarte ich?

Nicht viel – zumindest von der Politik.

Es wird sicher Belastungen geben – für ‘Otto Normalverbraucher’ – aber keine wirklich Abkehr vom Wachstumsdogma. Das was dem kleinen Mann abgeknöpft wird, das landet meiner Ansicht nach in den Trögen der Großkonzerne – welche das Problem dann mit viel Technik lösen sollen (CO2-Speicherung, etc. – was es jedoch noch schlimmer macht). Bäume pflanzen und Aufforstung wäre ja zu einfach. Das ganze Spiel geht weiter bis es demnächst zu Ende ist…

Bevor es dann unfreiwillig in einiges Jahren beschleunigt abwärts geht könnten wir vorab noch in einer Art Öko-Diktatur – angelehnt an George Orwells Roman ‘Farm der Tiere’ – landen. Da werden dann zwanghaft Maßnahmen durchgesetzt, jedoch nicht für alle die gleichen und oft auch nicht die sinnvollen – sondern sicher mal wieder welche die wieder nur Partikularinteressen dienen dürften.

Manchmal denke ich schon, das wir schon fast da sind. Aufgewachsen mit “Wieso, weshalb, warum – wer nicht fragt bleibt dumm”– sind ja heute schon viele Fragen (subjektiv wahrgenommen) Böse, Spinnerei, Extrem, Rechts, Links, etc. Alles was nicht in vorgefertigte (oder vorgegebene) Schubladen zu passen scheint, den Mainstream oder die Meinung der Regierung verlässt, ‘Out of the Box’ schaut – und damit oft Unwohlsein erzeugt – das wird vielfach weg gedrückt. Eine Diskussion und Auseinandersetzung mit den Themen wird vermieden. Das ist bei vielen Themen in Deutschland auch nicht besser als in den USA, in China, in Russland, etc. pp. – nur die Themen sind teils andere, das Resultat oft das gleiche. Die Art wie über die Klimakatastrophe (nicht) berichtet wird – spricht auch hier für mich Bände…

Klar:  Wer möchte freiwillig heute ‘Verzichten’ um den nachfolgenden Generationen ggf. noch eine Chance zum (sinnvollen) Überleben zu sichern? Dazu müsste im Schritt 1) ja erst einmal das Problem und die Dramatik verstanden und in allen sein Konsequenzen antizipiert und akzeptiert werden. Dafür sehe ich jedoch aktuell keine gesellschaftliche Basis – geschweige denn eine Mehrheit bzw. einen (wirklichen) Willen bei den Menschen die ich kenne, in Politik & Co. Selbst ich nehme mich da nicht aus – stehe ohne Kinder und Kfz mit meiner Klimabilanz jedoch (im Vergleich zum deutschen Mittel) noch recht gut da.

Letztendlich ist es (inzwischen) auch egal – der ‘Point of no Return’ ist (nicht nur) aus meiner Sicht schon lange überschritten.. im Bereich des Klimas, der Population, der energetischen Ressourcen, der …

Wie gehe ich mit dem ganzen Wahnsinn um?

Dazu habe ich ein ‘positives’ Blog – in dem ich Dokumentiere was mich auf einer Ebene bewegt, mit der ich mehr Handlungsfähigkeit für mich generiere, um mein (Rest-) Leben – und das anderer Menschen – hoffentlich (etwas) besser zu machen. Solange es eben weitergeht… viel draußen, Garten, Arbeiten in Teilzeit, gute Ernährung ohne Industrie- und Zusatzstoffkrams, kein Mobiltelefon und Funkgedöns, Radfahren, keinen Fernseher, etc. pp. – also Dinge die mein (Rest-) Leben für mich lebenswerter machen.

 

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