Das arktisches Meereis könnte innerhalb von zwei Monaten vollständig verschwinden…

Der Trend beim arktischen Seeeis: “Zero”.

… titelt Arctic-News ganz aktuell heute:

“Arctic sea ice could disappear completely within two months’ time”

hier gehts zum Artikel (click mich).

Der Rückgang des See-Eis in der Arktis ist aktuell dramatisch. Nicht nur ist die Fläche auf einem neuen Minimum-Rekord für diese Jahreszeit, sondern auch die Dicke (-> das Volumen) des Eises hat im Vergleich zu den Vorjahren auch weiter abgenommen. Im Artikel von Arctic-News steht dann noch mehr zu den aktuellen Wetterbedingungen, Umständen und der Cache, das wir einen “Blue-Ocean Event” bekommen.

Vorab: Ich denke nicht das es schon so kritisch ist – aber die Situation wird immer kritischer. Für Details bitte dieses Interview mit Sam Carana bei Nature Bats Last anhören.

Aber nun weiter mit meinen Überlegungen: Tritt dieses Ereignis, also das faktisch alles Eis geschmolzen ist ein, dann geht die Sonnenstrahlung zu ca. 80% in die Erwärmung des Meerwassers und wird nur noch zu einem geringen Prozentsatz reflektiert. Dieses bedeutet dann eine noch drastischere (schnellere) Erwärmung der Arktis. Dieses hat dann in Folge Einfluss auf den Golfstrom sowie die extrem klimaschädlichen Methanhydrate, welche u.a. auch im Sediment der Arktischen Gewässer gebunden sind. Jedes Stück Erwärmung befördert deren ausgasen – und damit eine zusätzliche Erwärmung der Erde in der Konsequenz.

Arktisches Seeeis: Flächenausdehnung: Noch nie niedriger als in 2020.

Wird die Arktis Eisfrei und kommt es dann ggf. zu einer Methan-Eruption, dann bekommen wir Probleme – aber nicht erst 2100 oder 2050 – sondern sehr, sehr schnell.

Das ‘schreit’ für mich förmlich nach neuen (Corona-) Ablenkungsthemen – speziell da die Klima-Probleme in der Welt ggf. bald noch mehr zunehmen und ‘krass’ eskalieren könnten – aber nicht so wie viele Denken oder es in den Medien präsentieren.

Klimadiskussion: Der Unterschied zwischen Fakten & Big-Business

Entwicklung von Welt-BIP und Primärenergieverbrauch. Quelle: Gail Tverberg

Wichtig: Bei der Klima-Diskussion muss man die Börse und das Big-Business, das mit CO2-Zertifikaten & Co. GELD verdienen will, deutlich von dem trennen was wirklich ‘ab geht’. Big-Business will keine ‘Lösungen’ – sondern Geld. Jede wirkliche Lösung würde denn auch für immer den wirtschaftlichen Output & den Konsum verringern – und das kostet Big-Business Geld! Die nebenstehende Grafik ist Fundamental um diesen Zusammenhang zu verstehen: Mehr Energieverbrauch == Mehr Bruttosozialprodukt. Senken wir den Energieverbrauch, reduzieren wir den Konsum, das wegschmeißen, den vielen Unsinn – dann gibt es weniger Wachstum, Schrumpfung & Co. Das kann jedoch unser Kredit basiertes Wirtschafts- und Finanzsystem nicht verkraften.

Nichts desto trotz könnte es, wenn es wirklich eng wird, für die 99% – also auch mich – sehr ungemütlich werden. Insofern bin ich mir bei auch der ganze Corona-Thematik nicht komplett sicher – ob damit nicht ein Teil des Energieverbrauches (-> Tourismus, Avionik) geplant ‘heruntergefahren’ werden soll. Zudem sehen wir ja zusätzlich auch den parallelen Abbau der Demokratie und der Meinungsfreiheit – zumindest wenn die ‘freie Meinung’ nicht im Sinne der Machthaber ist und gleichzeitig viele Menschen erreicht (-> also nach Prof. Mausfeld ‘wirksam ist’). Für mich sind das alles Vorbereitungen für eine Zeit in der alles ‘enger’ wird. Wie eng? So eng:

How to Enjoy the End of the World
Dieses Video ansehen auf YouTube.
Hinweis: Durch aktivieren der Wiedergabe (Play-Button) werden Daten von Youtube nachgeladen. Bitte beachten Sie dazu unsere Datenschutzerklärung

Das die Politik einen breiten und auch globalen Handlungsspielraum hat, das haben die Reaktionen auf Corona bzw. Covid-19 bewiesen – egal wie man sie im einzelnen bewertet. Warum dieser Handlungsspielraum nicht auch für andere globale Themen, die noch viel wichtiger sind, genutzte wird? Genau…

Carpe Diem!


P.S.: Wer den Vortrag mochte – hier ist noch ein anderer. Empfehlen kann ich auch noch einen von Vaclav Smil… und viele andere 😉

Dieser Beitrag wurde unter Klimawandel abgelegt und mit , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

9 Antworten zu Das arktisches Meereis könnte innerhalb von zwei Monaten vollständig verschwinden…

  1. FreiMut sagt:

    Du schreibst:
    “Senken wir den Energieverbrauch, reduzieren wir den Konsum, das wegschmeißen, den vielen Unsinn – dann gibt es weniger Wachstum, Schrumpfung & Co. Das kann jedoch unser Kredit basiertes Wirtschafts- und Finanzsystem nicht verkraften.”

    Diese Aussage trifft den Kern des Problems. Nafeez Ahmed sieht das wohl ähnlich. Ist in seinem Fazit nur nicht so deutlich.

    Auszug:
    “This means not just looking at legislation to compel ‘Others’ out there to change course while we relentlessly accelerate our own path of endless growth. It also means, therefore, scaling back our complicity in the fundamental drivers of the endless growth machine.”

    https://medium.com/insurge-intelligence/this-is-how-we-end-deforestation-to-avert-pandemic-climate-and-societal-collapse-98eb40646eab

    Also, die große Frage: wie kommen wir raus aus dem jetzigen Finanz-und Wirtschaftssystem? Oder bevorzugst du zuschauend und darüber sinnierend was abgeht, die Variante: alles weiter wie bisher und warten bis zum Kollaps? Nach dem Kölschen Motto: et hätt noch immer jot jejange. Was für den Einzelnen ja durchaus zutreffen mag.

    • H.C. Fricke sagt:

      Wie kommen wir raus aus dem jetzigen Finanz-und Wirtschaftssystem?

      Die Frage habe ich in meinem großen “Buchprojekt” beantwortet.

      Das Problem: “Lösung” bedeutet für die meisten: Ein Ansatz wo dann keiner einen Nachteil hat – aber alles wie bekannt weiter läuft.

      Solch eine Lösung gibt es nicht (mehr)… – oder die Menschen müssten Ihre Perspektiven, Sozialisierung Art und Ansprüche dramatisch ändern. Denis Meadows hatte es in der NZZ auch schon vor 10 Jahren ähnlich formuliert…

      Meine Lösung ist Guy McPhersons Vorschlag.

  2. FreiMut sagt:

    Ja, ich verstehe.
    Nachvollziehbar. Für mich aber etwas zu Schicksalsergeben.
    Wobei, Gottvertrauen kann bei all dem, was an Problemen auf die Menschheit einstürzt, durchaus von Nutzen sein.
    Und das du dich mit Bibeltexten beschäftigst war mit ein Grund, warum ich begann, hier zu kommentieren.

    Auf meine Frage nach einer Lösung wie man aus dem jetzigen Finanz- und Wirtschaftssystem aussteigen kann, hast du auf dein Buchprojekt verwiesen. Hab ich vor längerer Zeit schon einmal rein gelesen.
    Was die Alternativen für das jetzige Finanzsystem angeht, da bist du, glaube ich zu früh ausgestiegen.

    Du schreibst:
    “Durch dieses System würden zwar die Vermögensakkumulation die Fargione beschrieben hat deutlich reduziert werden –nicht aber der konsumptive Teil der Wirtschaft. Letzterer würde sogar beschleunigt, wie auch Darstellungen der Schwundgeldbefürworter bezüglich des Mittelalters aufzeigen331.Die beschriebenen alternativen Geldsysteme alleine könnten also bestimmte Symptome des debitistischenSystems zum gesellschaftlich positiven ändern-sie lösen also eher nicht die inhärente Wachstumsdynamik auf. Unterstützer dieser Systeme haben aber die Hoffnung, dass es durch diese zu weniger Fehlinvestitionen kommt und sich die Gesellschaft als Ganzes stabilisiert. Dies, da krasse Vermögensunterschiede abgemildert und mehr Menschen zu aktiven Teilhabern des gesellschaftlichen Wohlstandes gemacht werden. Eine Lokalisierung des Geldumlaufes könnte zudem die Binnenwirtschaften stärken –und Kapitalexport und Spekulation bremsen.”

    Gut. Der konsumptive Teil der Wirtschaft würde anfänglich wahrscheinlich tatsächlich beschleunigt ansteigen.
    Doch die Veränderungen die binnen weniger Monate sichtbar würden, hätten sicher auf die Menschen vielfältige Auswirkungen. Und ob die Mehrheit auf Dauer wirklich mehr konsumiert als derzeit, glaube ich nicht.
    Dafür höre ich zu viele Stimmen, die sich ihr Leben anders wünschen. Mehr Lebensqualität. Sprich: Mehr Freizeit. Weniger Hektik. Zeit für Freunde und Familie. Zeit für den Garten. Zeit für die Haustiere. Einfach mehr freie Zeit zum Vertrödeln. Zum studieren und weiterbilden.
    Vieles wäre möglich, wenn es einen Negativzinssatz gäbe, der im Wettbewerb keine Positivzinsen mehr zulassen würde.
    Enorme Geldsummen würden von den Reichen abfließen. Monat für Monat, Jahr für Jahr. Es sei denn sie arbeiten für ihr Geld. Wie alle anderen Menschen auch.
    Auch die gigantischen Dividenden und Aktiengewinne würden schrumpfen.
    Wenn dann auch noch eine halbwegs durchdachte Bodenwertsteuer hinzu käme, wären wir tatsächlich in einer anderen Finanz- und Wirtschaftswelt, die auch Stillstand oder Schrumpfung ohne große Verwerfungen meistern könnte.

    Und ich bin fest davon überzeugt, das die Ausführung über den Zehnten in der Bibel genau auf eine solche Wirtschaft zielt. Auf Wunsch stelle ich den Text dazu (bei Querschuesse eingestellt) gern auch hier ein. Jedenfalls hätten wir dann Gott erst einmal auf unserer Seite.
    Wie die Menschheit dann mit den Herausforderungen umgehen würde, ob sie sie in Angriff nimmt oder lieber dem Hedonismus frönt, vermag ich nicht einzuschätzen. Vielleicht fände ja beides gleichzeitig statt.
    Aber es wäre eine Chance.

  3. M. Püschel sagt:

    Irgendwie werden die Kommentare gar nicht angezeigt 🙁

  4. M. Püschel sagt:

    Hallo,

    kürzlich las ich, dass die Produktion von Dieselkraftstoff seit Jahren schon rückläufig ist, was damit zusammenhänge, dass sich aus Ölsanden und Schieferöl kein Diesel herstellen lässt.
    Ist das wahr?
    Und wenn ja; ist das eine Reaktion darauf, dass viele Autobauer seit 2018 keine Dieselverbrenner mehr herstellen, oder die Produktion stark eingeschränkt haben, oder ist es eher umgekehrt?

    Ich frage, weil sich mir irgendwie der Verdacht aufdrängt, dass die ganze irre Coronakrise tatsächlich nur ein Detail des Endes der Ölära ist.
    Ich meine, wenn man mal all die Events der letzten Jahre in Beziehung setzt, dann drängt sich der Gedanke schon auf. Die Kriege in der Levante, Krise in Venezuela, Dieselskandale, FFF und XR, jetzt die Zerstörung des Mittelstandes, des Tourismus, der Wirtschaft allgemein, der Aufbau des Überwachungsstaates, auch die Abschaffung von Bargeld – all das läßt sich auch als Reaktion, oder Vorbereitung auf ein Ende der sicheren Versorgung deuten, wenn es nicht schon klar erkennbar so ist.

    Und warum auch sollten unsere Besten derart große Risiken eingehen, wenn sie nicht von Sachzwängen getrieben werden? Ist ja nicht so, dass es schlecht für sie lief.
    Es gab Versuche eine Diskussion zu beginnen. Ob wir nicht ab 2030 keine Verbrenner mehr zulassen sollten. Die Leute haben mit heftiger Ablehnung reagiert. Das Thema ist tabu. Aber Vorbereiten muß sich eine Regierung, und wenn der Wähler nicht mitzieht – dann muß er eben Maske tragen und bekommt eine Spritze in den Arsch.
    Was ich übrigens ebenso machen würde, wäre ich in Verantwortung.

    • H.C. Fricke sagt:

      Bez. Diesel hatte ich solche Sachen auch schon gelesen und die gesamte Problematik in 2017 schon thematisiert: https://limitstogrowth.de/2017/07/16/e-pkw-mobilitaet-die-fehlentwicklung-und-politische-doppelzuengigkeit/

      Zu FFF -> “666” – Zufall?

      2030 wird einiges anders sein…. und klar: Die Öl-zeit geht zu Ende…. Gail Tverberg lesen.. ETP-Modell verstehen…

      • M. Püschel sagt:

        Danke für die schnelle Antwort. Ich hatte gar nicht damit gerechnet. Die Absätze über Diesel und andere Derivate sind sehr interessant, aber nicht genau die Info, die ich suche.

        Wenn sich die üblichen Verdächtigen wegen miesen Ölsanden in die Haare kriegen, dann geht die Ölära ganz ohne Frage zu Ende. In meiner Jugend war noch niemand so verrückt diesen Dreck überhaupt zu den Reserven zu zählen.

        Was all die schrägen Hinweise auf Satanismus in der Chefetage angeht, so bin ich der Meinung diese sind nur ein weiterer Spaltkeil für die Bevölkerung. Gebe 060606 in Google ein, und Du bekommst sofort den Link zur schweizer Patentfirma, wo ein Patent von Microsoft mit dieser Patentnummer veröffentlicht ist. Ich glaube in diesem Fall nicht an einen Zufall. Es ist doch ganz einfach so, dass einige das Thema aufgreifen, und dann von vielen anderen als Spinner belächelt werden, weil die Vorwürfe so wunderbar schräg sind.
        Also FFF/666 = kein Zufall, aber es hängt auch kein Fleisch dran. Alles nur Verwirrung.

        • H.C. Fricke sagt:

          Also FFF/666 = kein Zufall, aber es hängt auch kein Fleisch dran. Alles nur Verwirrung.

          Interessanter Aspekt… weil der ganze Satanismus führt am Ende ins nichts… also in Bezug auf wirtschaftliche und politische Macht. Es scheint mir jedoch ein Mittel um bestimmte Machteliten zu kontrollieren… mit allem was da an speziellen Missbrauchsgeschichten & Co. noch involviert ist. In jedem Falle ein gutes Kontrollinstrument für die einen und Ablenkung für die anderen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.