Blindflug… von J. Howard Kunstler

Blindflug… Quelle: Pixabay

Heute möchte ich nur kurz auf einen Artikel bei J. H. Kunstler mit dem Titel “Flying Blind” in seinem Blog “Clusterfuck Nation” verweisen, der auch in Deutsch bei Thomas Hoof (Manuscriptum Blog) in der Übersetzung erschienen ist.

Kunstler folge ich schon sehr lange – er bringt viele Dinge gut auf den Punkt, hat interessante Bücher geschrieben (u.a. End of Suburbia) und hat einen unregelmäßigen Podcast mit sehr interessanten Themen und Gästen – oft in Bezug auf Themen des Niedergangs: Wirtschaft, Öl/Energie, Bildungssystem & Co.

Kunstler macht sich jedoch auch Gedanken um Zukunfts-Utopien in seiner ‘World Made by Hand’ Serie sowie seinem letzten Buch Living in the Long Emergency: Global Crisis, the Failure of the Futurists, and the Early Adapters Who Are Showing Us the Way Forward’. Man könnte Kunstlers Gedanken auch als utopische Dystopie betrachten – weil seine Utopien ein morgen beschreiben, was ggf. lebenswerter ist, jedoch auf einem viel ärmeren wirtschaftlichen Niveau – für (fast) alle. 

Wohin die Reise geht machen die Grünen schon mal klar: Aus mit dem Einfamilienhaus – natürlich wegen der Umwelt. Deswegen auch aus mit dem Verbrenner, aus mit der Ölheizung, aus mit Kohle, aus mit Atom, aus mit Reisen, aus mit der Sicherheit der Stromnetze. Aber sicher (erst einmal) nur für die unterprivilegierten und nicht für unsere politische Immo-Oligarchie, die auch gerne mal private Rechnungen mit unseren Steuergeldern bezahlen, bei den Doktorarbeiten ‘flunkern’Steuerzahler-Millionen an Berater verschwenden oder auch mal Beweismittel ‘versehentlich’ löschen.

Nicht, das mir letzteres nicht klar ist – nein, nicht universelle Beschiss – sondern das wir mittelfristig weg kommen müssen vom Öl, vom Gas und von der Kohle. Wind & Solar sind für mich jedoch keine skalierbaren Optionen für eine energetische Versorgung die eine moderne High-Tech-Zivilisation mit Elektroschmelzöfen und Chip-Fabs ermöglicht. Die funktionieren nämlich nicht mit Zappelstrom. Und ja: Ich habe Hermann Scheers ‘Solare Weltwirtschaft’ gelesen – dem Vater der Energiewende. Was Scheer damals offen gelassen hat ist jedoch, ob seine ‘Solare Weltwirtschaft’ dann die ist, die wir vor 1000 Jahren schon mal hatten – mit 300 Millionen Menschen auf der gesamten Erde. Und selbst diese 300 Millionen haben es regelmäßig geschafft alles um Sie herum abzuholzen.

Wenn es also noch mal ein paar Jahre halbwegs so bleiben soll wie es war und unsere Gesellschaften nicht im Lockdown- und gemachten Corona-Chaos versinken sollen, dann hilft nur noch aktive Gegenwehr. Da wir das scheindemokratische System in dem wir leben nicht mal eben ändern können, kann dieses aktuell nur über eine organisierte politische Gegenkraft funktionieren, möglichst ohne Unterwanderungen durch Funktionäre der Altparteien und / oder eingeschleuste Zersetzungskräfte. Machen wir nichts, dann zersetzten die aktuellen (psychopatischen und narzisstischen) Akteure in der Politik mit Ihren ‘Corona-Maßnahmen’ die restlichen Strukturen in Gesellschaft & Wirtschaft – welche uns am Leben erhalten und wirkliche Lösungen generieren könn(t)en.

Zu bedenken ist, das die parlamentarischen Scheindemokratien nur deswegen eingeführt bzw. erlaubt wurden, weil diese Form der Illusion aus Sicht der Ultrareichen bzw. Oligarchen effektiver ist (bzw. war) als Aufpasser und Antreiber für die Sklaven zu organisieren und zu bezahlen. Unwichtiges durfte nun auf lokalem Niveau teils selber entschieden werden – großes und wichtiges nicht. Wer ‘ganz oben’ auf der Bühne der Politik mitspielen wollte wurde streng selektiert oder hatte, wenn er nicht (mehr wie gedacht) mitspielte, mit einer geringeren Lebenserwartung oder irgendwelchen Skandalen zu kämpfen.

Keine Demokratie? Ja, denn Demokratie bedeutet auch: ‘Willen der Mehrheit’, wie Lafontaine anmerkt. Der jedoch ist (und war jedoch nie und) nicht gewollt – weswegen es auch nach über 70 Jahren BRD keine verbindlichen Volksentscheide und auch (seit Jahrzehnten) kein gültiges Wahlgesetz in der BRD gibt. In den USA ist es auch nicht viel anders… Das dies so ist sieht man auch an allerlei Gesetzten und gezielten Lücken – welche insbesondere große Vermögen und das Wohl weniger berücksichtigen.

So, genug der Vorrede und hier noch ein kurzer Auszug auf Kunstlers letzten Blog-Beitrag:

“Wenn Sie glauben, wir nähern uns einem transhumanen Nirvana aus technisch unterstützten Langzeitorgasmen, sozialer Gerechtigkeit und garantiertem Grundeinkommen, werden Sie eine Enttäuschung erleben. Was uns bevorsteht, ist eine neo-mittelalterliche Auszeit von all dem Techno-Pomp der letzten Jahrzehnte. Das mag nicht so schlimm sein, wie Sie nun vielleicht denken. Das Projekt Menschheit wird wahrscheinlich noch länger auf einem niederen Niveau fortgesetzt, allerdings ohne die meisten Annehmlichkeiten, die wir bisher gewohnt waren und mit sehr unterschiedlichen sozialen Gewichtungen. Sie können nun Ihre Energie damit verschwenden, die Hände zu ringen und zu jammern, oder aber Ihren Mut zusammennehmen und dorthin gehen, wohin uns die Geschichte führt, und aus all dem das Beste machen.

Den Rest gibt es hier zu lesen. Das die aktuell beschrittenen Wege und in das Nirvana führen ist bekannt und benannt, u.a. von einem der reichsten Deutschen vor spätestens 4 Jahren [1] – dennoch werden die ideologischen Irrwege vehement weiter beschritten und alles was Sie bremst oder in Frage stellt sprichwörtlich weg gebissen.


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20 Antworten zu Blindflug… von J. Howard Kunstler

  1. M. Püschel sagt:

    Ich teile Kunstlers Ansichten und Ausdrucksweise, aber niemand sollte sich der Illusion hingeben, dass sein Ruf eine größere Masse erreichen könnte.
    Die Leute demonstrieren für die Rückkehr ihrer “Normalität”, und nicht um bei der Gestaltung einer mageren Zukunft mitzureden. Letztens verlinkte ich hier das Interview einer angesagten jungen Frau, die sowohl käuflich als auch engagiert ist, und ich wies darauf hin, dass sie zwar über die Zukunft schwätzt, aber die Energiesituation mit keiner Silbe erwähnte. Man kann das mit ihrer Jugend erklären, aber das widerspricht sich schon mit ihrem smarten Auftritt. Ich denke sie wußte einfach genau, was sie den Leuten erzählen kann, und was eben nicht.
    So wie es jetzt läuft bekommen wir die “neo-mittelalterliche Auszeit” bis dieser der Saft ausgeht – was womöglich gar nicht so lange dauert – oder die Querdenkenden setzen sich durch, und semmeln das Land blind an die Wand. Und dann kommt das Mittelalter eben etwas chaotischer daher.

    So wie ich das sehe sind die meisten Bürgerrechte schon jetzt mehr tot als lebendig. Unser Vorteil liegt allein darin einen Vorsprung beim preppen zu haben.

    Was das angeht frage ich mich, wie ich am besten Musik konserviere, weil ich ein paar Qualitäten erhalten will: https://www.youtube.com/watch?v=QUL4j3XXz2Y&list=PL-AxiiEdEKQYUSEjPaTyCDftY9KM3OqB3&index=1

    Viel Vergnügen 🙂

  2. Patrick sagt:

    Kunstler weist darauf hin, dass auch für die Landwirtschaft Downsizing angesagt sein wird. Aktuell sieht es aber nach wie vor genau anders herum aus. In Indien haben zuletzt Bauern protestiert, weil sie von neuen Gesetzen klar benachteiligt werden. Hier wird also auch die große Agroindustrie gepusht.
    Natürlich ist die Frage, wie lange sowas gut gehen und funktionieren kann. Aber ich vermute schon, dass die Versorgung mit Lebensmitteln das ist, was man mit aller Kraft versuchen wird, allerorts aufrecht zu erhalten. Andere Dinge können abgeschaltet werden, aber wenn die Bürger erstmal Hunger haben, wird auch die letzte Regierung schnell in große Nöte kommen.
    Es ist ja auch fraglich, ob viele kleine Betriebe tatsächlich effektiver die Menschen versorgen können. Düngemittel und Pestizide werden wohl in den meisten Fällen benötigt, ob groß oder klein. Der Traum der Regenbogen-Permakultur vergisst ja in aller Regel auch den wichtigen Faktor Kalorien. Denn nicht umsonst ist heute Getreide eines der wichtigsten Standbeine zur Ernährung der Menschen. Es ist sehr kaloriendicht. Das ist der blinde Fleck der Permakultur.
    Im Grunde könnten aber auch kommunal schonmal gute Entscheidungen getroffen werden, z.B. in dem im großen Stile Nussbäume und Sträucher angepflanzt werden. Nüsse und Mandeln sind ebenfalls sehr kalorienreich mit hochwertigem Fett und Protein.
    Und natürlich sollte die bäuerliche Landwirtschaft gefördert werden und nicht ständig benachteiligt gegenüber der Agroindustrie, aber im Grunde ist das der gleiche Trend wie in allen Branchen. Der Mittelstand wirt drangsaliert, mit Bürokratie überzogen wo es nur geht und dadurch nachhaltig geschwächt und zerstört, während die Konzerne hofiert werden, obwohl sie meist viel weniger innovativ sind und weniger Steuern zahlen – wenn überhaupt.

    Ich glaube nicht, dass wir noch eine Chance haben, auf gesellschaftlicher Ebene das kommende Chaos abzuwehren.
    Und die Einschläge kommen näher:
    https://www.bloomberg.com/news/articles/2021-01-27/green-shift-brings-blackout-risk-to-world-s-biggest-power-grid

    Im Grunde kann man sich nur individuell im ganz kleinen Stil darauf vorbereiten, es sei denn man hat eine kleine Communitys gefunden, in die man eingebettet ist und die sich ebenfalls des kommenden Dilemmas bewusst ist.
    Es gibt ja diese Ökodörfer und auch Kommunen, wobei zumindest ein paar von denen Ackerland bewirtschaften. Das könnte etwas sein, was am ehesten den Weg in die Zukunft weist. Die Frage wird sein, in wie fern auch die das Chaos überstehen und was der Staat in seiner Verzweiflung irgendwann alles an sich reißen wird.
    Downsizing wird nicht moderierbar sein.
    Eine Frage wird sein, welche sinnvollen Weichen heute schon gestellt werden könnten.

  3. Nimrod sagt:

    Eine Hauptfrage der Zukunft wird sein, ob Menschen die den heutigen Annehmlichkeiten erlegen bereit sind für wenig Lohn und Brot hart zu arbeiten.

    Der kaliformische orthodoxe Priestermöch Seraphim Rose (1934-1982) schrieb:
    “The message of this universal temptation that attacks men today – quite openly in its secular forms, but usually more hidden in its religious forms – is: Live for the present, enjoy yourself, relax, be comfortable.”

    Im Herbst 2008 besuchte ich mit einer Reisegruppe für eine Woche die Amish People in Lancaster, Pennsylvania. Durch den Reiseführer bekamen wir einen tieferen Einblick in das Leben der Amish. Mein Hauptinteresse zielte auf den Umgang mit Pferden und die landwirtschaftlichen Bewirtschaftungsformen. Meine Erkenntnisse damals waren die Wichtigkeit der Energieeinsatzmenge pro Flächeneinheit und die Transportentfernungen. Die Amish People bestücken ihre Traktoren mit Eisenrädern um sich in den Entfernungen beschränken zu müssen.
    Durch ihren Glauben und ihre Gemeinschaft fällt es den Amish People leichter ihren schwereren Alltag zu meistern.

    Die Bereitschaft zu einem einfachen, härterem Leben und die Entsagung von Versuchungen werden in Zukunft wieder Voraussetzungen für ein gelingendes Leben sein.

    Das Antonius-Prinzip; Grunderfahrung aller Menschen
    https://www.aerzteblatt.de/archiv/50372

    • M. Püschel sagt:

      An Nimrod
      “Die Bereitschaft zu einem einfachen, härterem Leben und die Entsagung von Versuchungen werden in Zukunft wieder Voraussetzungen für ein gelingendes Leben sein.”

      Abgelehnt. Ich kann ehrlich keinen Grund erkennen, warum Entsagungen die Voraussetzung für ein gelingendes Leben sein sollen. Für ein Dasein als Knecht vielleicht, aber wer sich einer mittelalterlichen Unterdrückung entziehen kann, der muß nicht auf Spaß verzichten. Was für eine erbärmliche kleinkarierte Vorstellung. Ich gebe Dir den gutgemeinten Rat dich von labernden Mönchen fern zu halten. Es sei denn natürlich das Armish-Ding macht Dich irgendwie an. Dann will ich nix gesagt haben. Aber für mich ist das nix. Und ich glaube auch nicht, dass derartiger Hardcore-Verzicht eine wehrhafte Größenordnung anlocken kann. Wer eine funktionierende Gemeinde will, der muß der auch etwas bieten.

  4. Grete sagt:

    Ich bin manchmal richtiggehend schockiert wie wenig Ahnung die meisten Menschen haben von dem was kommen wird. Die meisten wollen ihr altes Leben zurück mit all den Annehmlichkeiten und auch Sicherheiten. Diese Sicherheiten werden in den nächsten Jahren geradezu implodieren.

    Vielen Menschen kann ich dann entgegnen “I told you so….” , so gut wie keiner wollte es hören….Trotzdem kein gutes Gefühl…

    Für mich macht eine gewisse Vorbereitung schon Sinn, wenigstens einige Lebensmittel, Samen, Wein, Medizin, zu bevoraten.

    Ansonsten versuchen die Zeit gut zu gestalten, die eigene mentale Stärke erhalten und gesund zu bleiben.

    Wenn wir die erste Zeit gut überstehen aufgrund der eigenen Vorbereitungen, die nächste Runde der “Hungerspiele” wartet schon…

    Das Buch “Dann gehen die Lichter aus” von Martell gibt einen guten Einblick. EMP-Angriff und islamischer Aufstand.

    Von jetzt auf nachher alles weg, furchtbares Chaos, Krieg….

    Geniessen wir die verbleibende gute Zeit….

    • Patrick sagt:

      Hallo Grete,

      kann man aus diesem Buch (ist ja wahrscheinlich bewusst sehr reißerisch aufgemacht) denn auch irgendwelche hilfreichen / praktischen Erkenntnisse für die eigene Vorsorge ziehen?

      “die erste Runde überstehen”
      Um nicht viel mehr wird es wohl gehen, so sehe ich es mittlerweile (leider) auch. Gesamt-Gesellschaftlich wird das nichts mehr, das Mittelmaß ist längst an allen zentralen Schalthebeln, ideologisch verblödet bis zum geht nicht mehr und die Problemlösungskompetenz des Landes gefühlt im Sinkflug.
      Es bleibt wohl nur noch der eigene ganz kleine Kreis (sofern überhaupt vorhanden) oder eben man selbst für sich.
      Mit diesen Themen kannst du in der Gesellschaft absolut nichts reißen, außer dir selbst einen merkwürdigen Ruf zulegen.

  5. Richard S. sagt:

    “Das Buch “Dann gehen die Lichter aus” von Martell gibt einen guten Einblick. EMP-Angriff und islamischer Aufstand.”

    Ernsthaft, du empfiehlt dieses Müll-Pamphlet? Hier bei limitstogrowth?
    Das ist wirklich lachhaft. Welcher Sonderschüler steckt denn hinter “Martell”?

    Ja, die Möglichkeit ein Werk selbst verlegen zu können ist manchmal ein Segen und manchmal einfach nur höchst lächerlich. Im Vergleich zu diesem Geschreibsel ist jeder Blogeintrag hier glatt eine Diplom- oder Doktorarbeit von HC. Und du kommst mit so einer geistigen Nullnummer als Empfehlung daher.

    Schäm dich was!

    • Grete sagt:

      Ich fand das Buch interessant weil es aufzeigt wie schnell alles weg sein kann.

      Als Müll würde ich es jetzt nicht bezeichen, sicher aber auch keine literarisches Meisterwerk. Aber ganz unterhaltsam zu lesen.

      Alternativ dazu “One second after” oder “Blackout”.

      Nee, und schämen muss ich mich für gar nichts….

  6. Nimrod sagt:

    Ein EMP-Angriff, Sonnenstürme und das Auseinanderbrechen unserer Gesellschaft sind ernste Themen.

    Wer mehr über elektromagnetische Schirmung erfahren möchte sei an die Firma W+R Schirmungstechnik in 76287 Rheinstetten verwiesen.
    https://schirmungstechnik.de

    Buchtipp:
    Hans A. Wolfsperger
    Elektromagnetische Schirmung
    Springer Verlag
    https://www.springer.com/de/book/9783540769125

    • M. Püschel sagt:

      Vielen Dank, aber das ist nicht meine Größenordnung. Für mich sollte es reichen meine MP3 Player mit Musik, und zwei Laptops plus diverse kleine Werkzeuge in einem Blechschrank unterzubringen.

  7. Nimrod sagt:

    Blindflug

    Konrad Adam, Mitbegründer der AfD, schrieb in seinem Essay “Der kurze Traum vom ewigen Leben: Eine Gesellschaft ohne Zukunft” von Altenreichtum und Kinderarmut.

    Die Bankaufsicht Bafin hat derzeit rund 20 von 80 Lebensversicherer und 36 von 135 Pensionskassen unter verschärfter Beobachtung. Dem Caritas Versicherungsverein und der Kölner Pensionskasse ( katholische Kirche) wurden die Betriebserlaubnis entzogen.

    James Howard Kunstler:
    Es geht gerade alles den Bach runter, nur sie wissen es womöglich noch nicht.

    Die Coronakrise ist Auftakt, Blaupause und Verstärker der kommenden Entwicklung. Die Abwärtsspirale kann noch sehr weit nach unten führen.
    Woher die Kraft nehmen um alles auszuhalten?

    • H.C. Fricke sagt:

      Woher die Kraft nehmen um alles auszuhalten?

      “Einfach” die Perspektive ändern 😉

      Seit dem lesen von Martensons “Crash Course” und Beschäftigung mit Meadows et al. ist mir klar, das ich mein Lebenspotential nicht werde ausschöpfen können – also das der “Wohlverdiente” Ruhestand in Rente & Pension eine Illusion ist. Besser ist es jeden Tag zu genießen bzw. es versuchen & einem wichtige Dinge nicht aufzuschieben – zumindest nicht zu lange.

      Am Thema Rente & Pensionskassen wird gerade global an einer “Lösung gespritzt” – ich denke da ist Potential. Aktuell darf man das ja sogar noch selber entscheiden!

      Jüngeren Leuten, speziell Pflegekräfte und Ärzte, wird sich gerade auch potentiell entledigt – bzw. deren Resilienz wird dezimiert. Das ist nur folgerichtig – weil es ja auch bald weniger Alte geben wird. Da man Euthanasie und Reduktion der Massen nicht offen betreiben kann, nimmt es nun den beschleunigten Weg über “Spritzungen” – gerne auch mit Gadolinium für MRT’s. Bei Quecksilber im Amalgam sind es ja eher “Einbauungen” und Fluorchinolone in Antibiotika “Pillungen”, wie auch bei Cholesterin- und Blutdrucksenkern, Magensäuresenkern & Co. Aber solche Methoden sind einfach zu langsam für die heutigen Herausforderungen. Die waren im altem Modell der “Mehrung und des Melkens” sinnvoll – sind jedoch für die aktuellen Bedürfnisse des Systems nicht mehr adäquat.

      VG
      H.C.

  8. M. Püschel sagt:

    Ich möchte Eure Aufmerksamkeit auf einen Artikel lenken, der auf Stalker Zone erschienen ist; Putins Sie im Ölkrieg.
    Stalker Zone war mir bis dato unbekannt, aber da dort auch der von mir sehr geschätzte Rostislav Ischenko veröffentlicht, kann das kein schlechtes Medium sein.
    https://www.stalkerzone.org/putins-victory-in-the-oil-war/

  9. M. Püschel sagt:

    Eben gefunden:
    “Befreiung vom Überfluss” ZEIT.GESPRÄCH mit Niko Paech vom 3.12.2016
    https://www.youtube.com/watch?v=RgPdjSI7FEs
    Ein weiteres Indiz dafür, dass 2016 das Ende der Reichhaltigkeit verstärkt kommuniziert wurde.
    2016 kam auch der Jahresbericht des BGR raus, in dem vom Ende der sicheren Ölversorgung ab 2026 gewarnt wurde. Staatssekretäre dachten laut über das Aus des Verbrennungsmotors 2030 nach. Und ich erinnere mich an viele verschiedene Artikel, in denen die Ressourcensituation angesprochen wurde.

    Das dürfte das Jahr gewesen sein, in dem es die Bevölkerung verbockt hat. Hätten die Leute das Thema nicht so brüsk abgelehnt, sondern sich auf eine offene Diskussion eingelassen, dann gäbe es jetzt wahrscheinlich keine Plandemie.

    Oder ich bin das Opfer meiner selektiven Wahrnehmung. Jedenfalls habe ich das Gefühl, dass es heute weit weniger öffentliche Diskussionen zum Thema Ressourcen gibt.

  10. Rabe sagt:

    Einer Gesellschaft die von Konsum und Sicherheit eines Sozialstaates lebt, ist es schwer so etwas wie hier zu vermitteln.
    Wenn ich damit in meinem Bekanntenkreis anfange, bin ich immer der Pessimist oder Verschwörer der keine Ahnung hat.
    Trotz Corona, Vogelgrippe die jetzt auch so langsam im kommen ist, Energie-Knappheit, Klimawandel usw. ist für die Meisten alles in Ordnung.
    Das hat für mich aus meiner Sicht nur einen Grund:
    Die Menschen haben einfach Angst davor sich damit zu befassen, weil sie sich ja mit dem Tod auseinander setzen müssen und das in einer auf Teufel komm raus medizinisch lebenserhaltenen Gesellschaft und 75 Jahre ohne Krieg. Da spielt der Tod nur noch eine kleine Rolle.
    Also lasse ich mittlerweile das Ganze und kümmere mich darum mein Leben mit meiner Familie und da gehen auch schon die Meinungen auseinander in den Griff zu bekommen.
    Alles weitere kommt wie es kommt und wenn man das weiß, trifft es einem nicht so HART.

    • Patrick sagt:

      Das kommt mir alles nur allzu bekannt vor 😉

      Vor ein paar Tagen habe ich mir die französische Mini-Serie “The Collapse” angesehen, die man kostenlos über die App JOYN sehen kann.
      Die ist richtig gut gemacht.
      Meine Freundin hat die ersten beiden Folgen (eher beiläufig / zufällig) mitgesehen und war danach absolut verstört.
      Sie sagte auch, dass “das etwas mit ihr macht”.
      Sprich: es gibt viele Menschen, die dadurch regelrecht paralysiert werden, mit der Gefahr einer echten Depression, wenn die sich damit wirklich befassen würden.
      Vielleicht ist das wirklich nur etwas für die Pragmatiker unter uns, die sich zuvor schon viel mit Geschichte, der Evolution usw. beschäftigt haben, weil man dadurch vielleicht einen etwas anderen Blick auf die Dinge bekommt. Und früher oder später ein gewisser Gleichmut einsetzt.
      Für mich ist seitdem klar, dass ich sie damit nicht mehr konfrontieren werde. Auch keine Hinweise mehr auf singuläre Ereignisse wie Stromausfälle (Texas, Kalifornien) oder aktuell die logistischen Probleme und die offensichtlichen Lücken im Supermarkt.
      Ich habe verstanden, dass ihr das schadet, weil sie damit nicht umgehen kann.
      Also werde ich das zukünftig für mich alleine behandeln und die äußerst bescheidenen Vorkehrungen, die man als kleiner Bürger treffen kann, eben alleine unternehmen und gut ist.
      Alles andere hätte auch keinen Sinn. Man sollte doch niemandem die Freude am Leben nehmen, weil die Aussicht auf eine düstere Zukunft droht.
      Manchen hilft das, die Gegenwart umso mehr versuchen, zu genießen – andere wiederum fallen dadurch in ein tiefes Loch und eine Sinnkrise.
      Hier muss man scheinbar einfach unterscheiden.

      Und doch, ich glaube am Ende trifft es uns alle gleich hart.
      Solange du nicht völlig außerhalb des System lebst, irgendwo fernab Jagen und Fischen gehst, dein eigenes Obst und Gemüse ziehst und eine grooooße Mauer um dich herum hast, wird es dich auch treffen.
      Der einzige Unterschied ist wohl, dass du dann sagen kannst: “seht ihr, ich habs euch ja gesagt.”
      Das wird dann aber leider auch niemandem mehr helfen.

  11. Esinclair sagt:

    Ja, es ist wie auf der Titanic. Die Musik spielt noch und die Passagiere tanzen. Nur ganz wenige ahnen, dass es nicht mehr lange geht. Und die haben ihre eigene Psyche und den Rest der Welt gegen sich. Da zieht man sich gerne zurück….

  12. Patrick sagt:

    „Investieren Sie in Ihr soziales Kapital! Es wird die wichtigstes Investition Ihres Lebens sein.“ sagt Max Otte.
    Das ist gewiss nicht falsch.

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